OPFER- UND BESTATTUNGSSITTEN IN DER TRICHTERBECHERKULTUR
Die Trichterbecherkultur ist eine frühe bäuerliche Kultur aus der Zeit von ca. 4.000-2.88 v. Chr. und ist nach den speziellen Tonbechern mit trichterförmigen Hälsen benannt, die diese Kultur hervorgebracht hat.
Aus Salling, Fur und Fjends besitzt das Museum Salling rund 300 unbearbeitete und unveröffentlichte Funde aus der Trichterbecherkultur.
In feuchten Böden, u. a. in Mooren, wurden Äxte, einige Tongefäße und einige sehr schöne Bernsteinperlen gefunden – darunter der berühmte Fund von Mollerup, wo ein Tongefäß mit einem riesigen Schatz in Form von 13.000 Bernsteinperlen gefunden wurde.
An Land wurden in den letzten Jahren vier Fundstellen mit etwa 200 kleinen Gruben entdeckt, die zerbrochene Tongefäße und verbrannte Feuersteinobjekte enthielten. Hinzu kommen einige Gruben mit Keramik und Feuerstein, Opferfunde in Durchgangsgräbern und eine bisher unbemerkte befestigte Anlage bei Søby.
Innerhalb der Bestattungssitten – mit früh- und mittelneolithischen Holzerdgräbern, steinernen Ganggräbern und den rätselhaften Steindünengräbern – gibt es viel Material. Es gibt Aufschluss über das Verhältnis der Trichterbecherkultur zur Familie, zu den Toten und zur rituellen Welt. Die einzige bekannte lokale Ausgrabung ist das „Volling-Grab“, das 1938 von einem Amateurarchäologen ausgegraben wurde. Sowohl dänische als auch ausländische Archäologen verwenden Begriffe wie „Volling-Keramik“ und „Volling-Gruppe“, um eine jütländische Zeitperiode zu Beginn der Jungsteinzeit zu beschreiben. Deshalb ist es wichtig, sich mit der Art der Anlage auseinanderzusetzen, in der der Volling-Fund gemacht wurde.





