Eisenzeit

PERLEN AUS DER EISENZEIT UND KÜCHENABFÄLLE

Im Jahr 2008 stießen wir bei der Ausgrabung eines sehr seltenen Gräberfeldes aus der germanischen Eisenzeit auf wunderschöne Perlen. Die Perlen wurden in einem Präparat erfasst und befinden sich „in situ“ – im Boden, wo sie ursprünglich lagen.

Die Perlen wurden nicht in Dänemark hergestellt und zeigen daher, dass die Einheimischen sowohl mit den britischen Inseln als auch mit dem Kontinent in Kontakt standen.

Vielleicht ist es kein Zufall, dass sich der Friedhof in Vium befindet? Vium ist ein alter Name aus den Jahren 300-400 und bedeutet so viel wie „Ort der Zuflucht“.

In der Sammlung des Museums Salling finden sich zahlreiche Zeugnisse der Interaktion des Menschen mit der ihn umgebenden Natur: Wildschweinkiefer, Auerochsenschädel/Hörner, ein Wolfsschädel, Rentiergeweihe, ein gestrandeter Steinzeitwal, der Pfeil eines Riesenstechrochens, Schildkrötenpanzerreste – und Millionen von Austernschalen, die von steinzeitlichen Jägern gesammelt wurden.

Der Küchenhügel ist eine großartige Momentaufnahme des Klimas. Neben unterschiedlichen Mengen an Schnecken und Muscheln hat der Kalkgehalt der Schalen organisches Material wie Fisch- und Vogelknochen konserviert.
Im Wald von Krabbesholm bei Skive befindet sich eine der neun geschützten Küchenmulden des Landes. Sie verdeutlicht die enge Verbindung, die die Menschen in diesem Gebiet seit jeher mit dem Limfjord hatten.